
Denkmäler
Tempio Malatestiano
Der Tempio Malatestiano von Rimini, von den Riminesi einfach „der Dom“ genannt, ist ein Bauwerk voller Widersprüche. Ursprünglich eine alte Franziskanerkirche, ließ Sigismondo Pandolfo Malatesta darauf einen Tempel errichten, der ihm selbst gewidmet war.
Der Tempio Malatestiano von Rimini - „der Dom“ für die Riminesi - ist ein Bauwerk voller Widersprüche. Ursprünglich eine alte Franziskanerkirche, ließ Sigismondo Pandolfo Malatesta, Herr der Stadt, im 15. Jahrhundert darauf einen Tempel errichten, der ihm selbst und der Pracht der Malatesta gewidmet war. Ab 1809 diente das Gebäude als Kathedrale, doch die von Pandolfo hinterlassene Prägung blieb unauslöschlich. Der Innenraum, ein Mittelschiff mit sechs Seitenkapellen, ist reich an religiösen Symbolen wie dem schönen Kruzifix von Giotto, aber auch an heidnischen Symbolen wie den Tierkreiszeichen in der „Cappella dei Pianeti“.
Wissenswertes
- Er hat die Anmutung eines Pantheons, eines für den Personenkult typischen Gebäudes, ein Zeugnis dafür, dass Malatesta ihn als Ort seines persönlichen Kultes gedacht hatte.
- Der Tempio Malatestiano ist ein unvollendetes Werk. 1462 konnte Sigismondo Malatesta den Bau seines Tempels finanziell nicht mehr tragen und ließ die Arbeiten einstellen.
- Im Inneren des Tempels ist ein Fresko von Piero della Francesca zu bewundern, das Sigismondo Malatesta zu Füßen des heiligen Sigismund zeigt.
- „Tesori della Cattedrale“ ist das an den Tempio Malatestiano angrenzende Museum. Hier sind liturgische Gewänder, illuminierte Handschriften, Gemälde, liturgisches Gerät und ein Flachrelief aus dem 13. Jahrhundert versammelt.
Weitere Informationen
Die Außenfassaden des Tempio Malatestiano wurden von Leon Battista Alberti entworfen und 1450 realisiert. Die Frontpartie erinnert in ihrer architektonischen Gliederung an einen römischen Triumphbogen. An den Seiten befinden sich sieben durch Pfeiler getrennte Arkaden: links sind sie leer, rechts befinden sich die Sarkophage bedeutender Persönlichkeiten des malatestianischen Hofes.
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